Büroreinigung und Datenschutz: Warum eine NDA mit der Reinigungsfirma Pflicht sein sollte
Reinigungskräfte sehen Akten, Bildschirme und Post. Was DSGVO und Schweigepflicht verlangen und was in eine NDA mit der Reinigungsfirma gehört.
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„Die Küche sieht am Dienstag aus wie am Freitag.“ Diesen Satz hören wir oft, wenn Münchner Büros uns zum ersten Mal anrufen. Die Teeküche ist der Raum, in dem sich alle begegnen, in dem gegessen, gespült und Kaffee gekocht wird, und gleichzeitig der Raum, für den sich niemand so richtig zuständig fühlt.
Das Ergebnis kennt fast jedes Büro: ein Spülschwamm, der seit Wochen im Einsatz ist, ein Kühlschrank mit Joghurts unbekannter Herkunft, Kaffeeflecken auf der Arbeitsplatte und eine Spülmaschine, die niemand ausräumt.
Dabei geht es nicht nur um den ersten Eindruck. In keinem anderen Raum treffen Lebensmittel, Feuchtigkeit, Wärme und viele Hände so dicht aufeinander. In diesem Artikel zeigen wir, wo sich die meisten Keime sammeln, wer was übernehmen sollte und welcher Reinigungsplan im Alltag wirklich funktioniert.
1. Der Spülschwamm. Er ist feucht, warm und voller Essensreste, also ideal für Bakterien. Forscher der Hochschule Furtwangen fanden in gebrauchten Küchenschwämmen 362 verschiedene Bakterienarten, teils in Dichten wie in Fäkalproben. Auswaschen oder Erhitzen in der Mikrowelle hilft nur kurzfristig, die Forscher raten, Schwämme wöchentlich auszutauschen (Deutsches Ärzteblatt). In einer Büroküche, in der zwanzig Leute denselben Schwamm benutzen, gilt das erst recht.
2. Spüllappen und Geschirrtücher. Ein Tuch für Tassen, Arbeitsplatte und verschütteten Kaffee verteilt Keime, statt sie zu entfernen.
3. Der Kühlschrank. Vergessene Lebensmittel, ausgelaufene Milch und Feuchtigkeit in den Dichtungen. Dazu kommt oft eine zu hohe Temperatur, weil die Tür ständig geöffnet wird.
4. Die Kaffeemaschine. Tropfschale, Milchsystem und Satzbehälter sind feucht und warm. Besonders das Milchsystem von Vollautomaten wird oft vernachlässigt.
5. Griffe und Knöpfe. Kühlschranktür, Wasserhahn, Mikrowelle, Wasserkocher und Kaffeetaste: Hier greift jeder hin, oft direkt nach der Toilette oder dem Händeschütteln.
6. Spülbecken und Abfluss. Essensreste, stehendes Wasser und ein schlecht schließender Mülleimer daneben.
Die meisten Konflikte in der Büroküche entstehen, weil niemand genau weiß, wer zuständig ist. Eine klare Aufteilung löst das Problem.
| Aufgabe | Reinigungsfirma | Team |
|---|---|---|
| Arbeitsflächen, Spüle, Armaturen reinigen | ✓ | Grobe Verschmutzung direkt wegwischen |
| Griffe, Schalter, Geräteoberflächen | ✓ | |
| Boden wischen | ✓ | |
| Müll leeren, Mülleimer reinigen | ✓ | Richtig trennen |
| Spülschwamm und Tücher tauschen | ✓ nach Vereinbarung | |
| Spülmaschine einräumen und starten | ✓ | |
| Spülmaschine ausräumen | Optional als Zusatzleistung | ✓ |
| Kühlschrank innen auswischen | ✓ nach Vereinbarung | Eigene Lebensmittel entfernen |
| Kaffeemaschine außen | ✓ | |
| Kaffeemaschine innen, Milchsystem, Entkalken | Optional | ✓ nach Herstellerangabe |
| Verbrauchsmaterial auffüllen | ✓ | Fehlbestand melden |
Wichtig: Halten Sie die Aufteilung im Leistungsverzeichnis fest. Dann weiß das Reinigungsteam genau, was dazugehört, und Ihr Team weiß, was bei ihm bleibt.
Dieser Plan ist ein Richtwert für ein Büro mit 10 bis 40 Personen. Je mehr Menschen die Küche nutzen, desto häufiger sollten die täglichen Punkte erledigt werden.
Täglich, an jedem Bürotag:
Wöchentlich:
Monatlich:
Halbjährlich:
Tipp: Hängen Sie den Plan in der Küche auf. Das schafft Klarheit und erinnert alle daran, dass auch kleine Handgriffe zählen.
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